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Geltendmachung von Überstunden vor dem Arbeitsgericht - wie genau muss man seine Überstunden darlegen und beweisen?

(Fachanwalt Arbeitsrecht München, 20.11.2012)

In einer neueren Entscheidung hat das Bundesarbeitsgericht (BAG Urteil vom 16.5.2012-5AZR-347/11) zur Darlegung der Beweislast des Arbeitnehmers im Überstundenprozess klargestellt, dass für den Beweis der Überstunden die selben Grundsätze wie bei einer Klage auf Vergütung gegeben sein müssen. Der Arbeitnehmer muss zunächst vortragen, dass er sich zur rechten Zeit am rechten Ort für Arbeitsanweisungen seines Arbeitgebers bereitgehalten hat und diese befolgen wollte. Hierauf muss der Arbeitgeber substantiiert erwidern, indem er mitteilt welche Arbeiten er dem Arbeitnehmer zugewiesen hat und an welchen Tagen der Arbeitnehmer die Arbeiten nicht ausgeführt hat, bzw. den Weisungen nicht nachgekommen ist. Es ist nicht ausreichend auf Seiten der Arbeitgebers lediglich die Anordnung von Überstunden pauschal zu bestreiten. Der Arbeitnehmer wiederrum muss seiner Darlegungs- und Beweislast nachkommen, indem er in den Schriftsätzen genau über seine ausgeführten Arbeiten vorträgt. Eine bloße Bezugnahme auf beigefügte Anlagen, wie z.B eine Überstundenaufstellung, genügt nicht. 

Wenn Sie hierzu Fragen haben empfehlen wir Ihen, sich im Rahmen unseres Angebots der Soforthilfe im Arbeitsrecht an einen Fachanwalt für Arbeitsrecht in unserer Kanzlei zu wenden.